Mit Mikroimmuntherapie das Immunsystem stärken

Die Mikroimmuntherapie kann z. B. als ergänzende Krebstherapie das Immunsystem der Patienten unterstützen. (Foto: Fotolia / fotoliaxrender)
Die Mikroimmuntherapie kann z. B. als ergänzende Krebstherapie das Immunsystem der Patienten unterstützen. (Foto: Fotolia / fotoliaxrender)

(dbp/fru) Unser Immunsystem schützt uns vor Krankheiten und hilft dabei, schädigende Eindringlinge wie Viren, Bakterien oder Pilze zu erkennen und zu zerstören.

Wenn sich das Immunsystem im Ungleichgewicht befindet, können Krankheiten entstehen und sich weiterentwickeln. Genau hier setzt die Mikroimmuntherapie (MIT) an, die vom belgischen Arzt Dr. Maurice Jenaer bereits in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelt worden ist.

Einsatz immunregulierender Wirkstoffe

Bei der Mikroimmuntherapie handelt es sich um einen komplementärmedizinischen Ansatz. Dabei werden vorwiegend Menschen behandelt, deren Immunsystem Unterstützung benötigt, um wieder ins Gleichgewicht zu finden. Die MIT kann aber auch vorbeugend eingesetzt werden. Es sollte jedoch immer ein Arzt oder Heilpraktiker entscheiden, wann es Sinn macht, die MIT als Therapieform anzuwenden. Die MIT verfügt über eine Vielzahl verschiedener Mittel für die unterschiedlichsten Erkrankungen wie z. B. für virale Infektionen, Autoimmunkrankheiten, Gelenks- und Knochenerkrankungen, Fibromyalgie, chronische Müdigkeit, Depressionen, Burnout, Krebs, Parkinson oder auch Alzheimer.

Bei der MIT kommen immunregulierende Wirkstoffe wie z. B. Zytokine zum Einsatz. Das sind spezielle Proteine, die für die Kommunikation zwischen den verschiedenen Immunzellen verantwortlich sind. „Die eingesetzten Wirkstoffe werden in Mikrodosen verabreicht, d. h. in ähnlichen oder geringeren Verdünnungen, wie sie im Organismus selbst vorkommen. Auf diese Art und Weise wird die natürliche Wirkungsweise respektiert und Toxizität vermieden“, teilt die Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie (MeGeMIT) auf ihren Internetseiten mit.

Die Wirkstoffe werden zeitversetzt (in so genannten Sequenzen) verabreicht, damit das Immunsystem Zeit hat, auf natürliche Weise zu reagieren. Die Einnahme erfolgt sublingual (unter der Zunge), wodurch die Wirkstoffe direkt an das lymphatische System weitergegeben werden, wo viele Zellen des Immunsystems ansässig sind. Ziel ist es, die Immunreaktion auf spezifische Weise zu regulieren und zu optimieren. Dadurch soll die Lebensqualität der Patienten verbessert und dem Fortschreiten der Erkrankung entgegengewirkt werden. Gleichzeitig zielt die MIT darauf ab, die Wirksamkeit anderer Behandlungsmethoden zu verbessern und deren unerwünschte Nebenwirkungen abzuschwächen, erklärt die MeGeMIT.